
Spezialmaschinen- und Anlagenbauer in der Bundesrepublik Deutschland haben sich zu Problemlösern für ständig gestiegene Markt- und Kundenanforderungen entwickelt. Dabei befanden sie sich im magischen Dreieck zwischen Qualität, Kosten und Lieferzeit, dessen Ausgewogenheit mit Zielkonflikten behaftet ist. Gleichzeitig sind die Produkte durch die Anwendung moderner Steuer- und Regelungssysteme immer komplexer geworden. Diese Entwicklung wiederum führte zur überproportionalen Belastungszunahme der planerischen Bereiche in den Maschinenbauunternehmen.
In einem solchen Umfeld war und ist der Entwicklungs- und Konstruktionsbereich von zentraler Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Ständige und vielfältige Anpassung der Produkte an die Kundenwünsche und -forderungen bestimmen das Tagesgeschäft und lassen immer weniger Freiraum für die Neuentwicklung innovativer Produkte. Auf diese Weise entsteht eine kritische Situation, weil die bestehenden Produkte zu teuer bzw. nicht kostendeckend produziert werden können und neue marktgerechte nicht verfügbar sind.
Die Entwicklung und Konstruktion immer komplexerer Gesamtsysteme im Maschinen- und Anlagenbau erfordert ein ganzheitliches Denken der einzelnen Fachdisziplinen. Diese Notwendigkeit wird allerdings erschwert durch die unterschiedlichen Sprachen, die in den Fachbereichen Vertrieb, Verfahrenstechnik, mechanische Konstruktion, Steuerungstechnik gesprochen werden. Vor diesem Hintergrund droht ein Hauptproblem zu eskalieren, die explosionshafte Zunahme der Variantenvielfalt aufgrund differenzierter Kundenwünsche und -forderungen.
Weiterführende Inhalte:
Problemstellung der Produktstandardisierung
Informations- und Qualitäts- Management für Produkt- und Prozessplanung